Pressebericht WM
Berichte von Weltmeisterschaften 2007
Die Berichte sind in der Torgauer Zeitung veröffentlicht
Plomion, Frankreich 28./29.04.07
Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter dem Sidecarteam Morch/Strauss. Am 28./29.4.07 – erster WM-Lauf im franz. Plomion und am 1. 5.07 dritter Lauf zur Inter-DM in Kamp-Lintford.
Der Weg in der WM war steinig und steil – aber hat unheimlich Spaß gemacht und viel an Erfahrung eingebracht – das waren die Worte von Tommy, nach dem Frankreich GP. Das Losglück in der Quali bescherte dem Team Morch/Strauss die Gruppe A mit 14 superstarken WM-Teams und so reichte es in dieser Gruppe leider nicht unter die ersten 15 und damit war auch die Startberechtigung in Frankreich dahin. Also zuschauen, WM-Teams studieren und jede Menge Informationen und Taktiken im Gepäck mitnehmen. Nächster Versuch am kommenden Wochenende im kroatischen Zabok – Ziel ist natürlich die Quali zu schaffen und den WM-Lauf bestreiten zu können.
Zabok, Kroatien 05./06.05.07
Fast 2000 km, viele Liter Diesel und jede Menge Frust, das waren die Ausbeute des vergangenen Wochenendes im kroatischen Zabok. Der Regen, auf den unsere Region seit Wochen wartet, hat sich in den südlichen Gefilden Europas ausgetobt und die Strecke in Zabok unbrauchbar erscheinen lassen. Zum Leitwesen der 42 angereisten Teams wurde der Samstag als Trainingstag auf Grund der Tatsache, dass die Strecke unbefahrbar war, komplett abgesagt. 5 Teams unternahmen den Versuch, eine Runde zu absolvieren, scheiterten aber bereits, eingegraben bis zur Achse, am Starthang – Abbruch des Trainings. Seitens des Veranstalters wurde aber auch keine Versuche unternommen, die Strecke befahrbar zu machen – Entscheidung – Abwarten, wie es am Sonntag aussehen wird. Für Sonntag wurde sofort die Qualifikation angesetzt, so dass die Teams keine Möglichkeit hatten, die Strecke kennen zu lernen. Das war natürlich besonders für die Nachwuchsteam ein Problem. Tiefe Furchen und Schlamm hinterließen Spuren an Mensch und Maschine. Beim Team Morch/Strauss reichte es in der Qauli. leider nur zu Platz 17 und damit waren alle Hoffnungen für die Läufe am Nachmittag innerhalb einer halben Stunde im Schlamm von Zabok verlaufen. Sogar unser amtierender Deutscher Meister M. Happich reihte sich nur als 30. in die erste Startaufstellung ein. Bei abtrocknender Strecke konnten dann am Nachmittag doch noch zwei teilweise spannende Rennen gefahren werden, die beide souver. vom Weltmeister D. Willemsen gewonnen wurden.
Jauer, 17.06.2007
Ein Wochenende nach Maß – so sieht die Bilanz des vergangenen WM-Laufes im sächsischen Jauer für das Seitenwagenteam Thomas Morch & Marius Strauß aus . Großes Ziel an diesem Wochenende und vor allem fasst vor der Haustür war es, die Qualifikation im starken WM-Feld zu schaffen. Gemeldet hatten 70 Teams aus 14 Nationen und nur 30 Teams durften nach der Qualifikation an den beiden Finalläufen teilnehmen. Eine schwere Aufgabe.
Getrieben von vielen angereisten Fans schafften die beiden am Samstagnachmittag bei ihrem 3. WM-Einsatz die große Hürde und qualifizieren sich als 13. in ihrer Gruppe für die Rennen am Sonntag. Schon bei der großen Fahrervorstellung am Samstagabend konnte man sehen, dass dieser Erfolg beiden Flügel verleihen wird und so gingen sie am Sonntag im 30 Teams starken Fahrerfeld auf die Jagd nach Punkten . Spannend verlief Lauf 1, denn unser junges Team erwischte einen relativ guten Start und konnte sich so von Anfang an sicher im Mittelfeld behaupten, trotzdem sie mit der Hinterradbremse Probleme hatten. Mit Platz 17 am Ende belohnt und die ersten 4 WM-Punkte, dass konnte sich schon sehen lassen.
Der Start zu Lauf 2 war nicht so optimal, Morch /Strauß mussten sich als fast letztes Gespann einreihen und boten eine spannende Aufholjagd um diesen Lauf nach 30 Minuten + 2 Runden als 19. zu beenden. Überglücklich und mit 6 WM-Zählern im Gepäck konnte das Team die Heimreise antreten und bedankt sich bei allen mit angereisten Fans für die super tolle Unterstützung. Thomas nach dem Rennen: „Ich habe mir zwar viel für dieses Wochenende vorgenommen, dass es jedoch so super läuft, dazu haben mich vielen Faktoren gebracht und die Welle der Emotionen an der Strecke, die man als Fahrer genau spürt. Eine eigene Fankurve mit Ortsschild von Beilrode hatte ich bisher auch noch nie, so wie an diesem Wochenende in Jauer.“
Der Tagessieg in Jauer ging an den amtierenden Weltmeister aus der Niederlande Willemsen/Grütter, die beide Läufe gewinnen konnten. Zweiter wurden die Belgier Hendrickx/Smeuninx und Dritter Marko Happich mit Meinrad Schelbert im Boot, der trotz einer Verletzung, die er sich in der Quali zugezogen hatte, zwei starke Rennen gefahren ist.
Neeroeteren, Belgien 22.7.07 fehlt
Kegums Lettland 12.08.07
Ein riesiger Satz in der WM-Wertung von Platz 38 auf 28 und ein super tolles Rennwochenende im lettischen Kegums, so die Ausbeute der Reise unseres jungen Sidecarteams Thomas Morch und Marius Strauss nach Lettland. 45 Teams aus 14 Nationen waren auf der sehr anspruchsvollen sandigen Strecke angetreten, um die wertvollen WM-Punkte einzufahren. Die Gruppeneinteilung für die Qualifikation, die am Samstag ausgefahren wurde, bescherte Beiden eine sehr starke Gruppe unter anderen mit Willemsen, Sergis und Pulinx. Zur Freude aller schafften Morch/Strauß als 11. in der Gruppe A den Sprung in das Starterfeld für die beiden Läufe am Sonntag. Die zahlreich erschienen Zuschauer sahen zwei spannende Läufe in denen Morch/Strauss einmal Platz 14 und im zweiten Lauf Platz 15 belegten und damit 13 Zähler auf ihr WM-Konto buchen konnten. Thomas Morch nach dem Rennen:“ Mein Ziel am Anfang meiner ersten WM-Saison war es, mich in wenigstens einmal zu qualifizieren, dass es in Jauer geklappt hat und wir Punkte einfahren konnten, war schon Klasse, aber dass es hier noch besser läuft, hätte ich nicht erwartet, zumal Sand nicht gerade mein Lieblingsuntergrund auf dem Crossplatz ist.“ Lauf 1 wurde von Sergis und Lauf 2 von Willemsen gewonnen, der damit bereits vor dem WM-Finale in Rudersberg seinen WM-Titel 2007 absicherte.
WM-Finale Rudersberg 15./16.09.2007
Die 30 weltbesten Seitenwagenteams trafen sich am 15./16.9.2007 in Rudersberg um das Finale der Saison 2007 zu bestreiten.
"Phantastische Leistung von unserem jüngsten deutschen Team Thomas Morch & Marius Strauss“, das waren die Worte des Streckensprechers beim WM-Finale in Rudersberg am vergangenen Sonntag. Mit Platz 11 in der Qualifikationsgruppe B war bereits am Samstag die erste Hürde für den Endlauf genommen und die vielen jubelnden Zuschauer bei der Fahrervorstellung am Vorabend des Rennens ließen beide bereits am Samstag auf Wolke 7 schweben.
Lauf 1 sah Morch/Strauss nach dem Start bereits auf einem tollen 14 Rang. Runde um Runde arbeiteten sie sich zielstrebig nach vorn um das erste Rennen als hervorragende 8. zu beenden. Der Jubel war groß, denn mit diesem Ergebnis hatte in ihrer ersten WM-Saison keiner gerechnet. Dementsprechend groß war nach dem Lauf natürlich das Interesse von Zuschauern und Fachpersonal. In Lauf 2 hatten es die Streckenwarte mit der Bewässerung an einigen Stellen zu gut gemeint und so kam es zu einigem Gerangel . Morch/Strauss kamen aus der Startrunde nur als 21 zurück und nahmen wieder beherzt das Rennen auf, um diesen Lauf als hervorragende 15. zu beenden. In der Gesamtwertung ergab das einen unglaublichen 11. Platz und einen 23. Platz in der Gesamtwertung der WM in ihrer ersten Saison, in der sie sich als großes Ziel gesetzt hatten – wenigstens 1 mal im WM-Starterfeld die Qualifikation zu schaffen. „Ich kann noch gar nicht richtig verarbeiten, was heute alles passiert ist und werde wohl erst im Laufe der kommenden Woche wieder richtig klar denken können. Mir hat am Wochenende jemand gesagt, dass es noch kein deutsches Team geschafft hat, in seiner ersten Saison so weit nach vorn zu fahren, das macht mich natürlich besonders stolz. Jetzt ist die Saison 2007, bis auf noch einen Lauf zur Schweizer Meisterschaft bereits Geschichte und ich freue mich schon auf die anstehenden Abtrainings in denen noch einmal ohne Druck Gas gegeben werden kann, dann geht’s in die Winterpause, in der kräftig für die Saison 2008 vorbereitet werden soll und die hoffentlich schnell vergeht. Ich denke, wir werden bereits im Februar wieder ins Trainingslager nach Italien gehen und dann kann 2008 kommen.“
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